Vorlesetag: Ein Hauch Ägäis in Berlin

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„Mittags, hoch am Mittag, mit einer leichten Augustbrise von Süd und Temperaturen über 35 Grad. Eine Höhle voll mit trockenen Algen, die zu Spielereien verführen, zum Springen, zum Ausstrecken und Träumen – unter dem ägäischen Licht am Meer von Charagia, in der nackten Wahrheit, entblößt von falschem Schein und Menschenmengen. Dick der Algenteppich, sehr dick, er hat eine riesige Matratze gebildet, fast zweimal so groß wie die für Stabhochsprung, und er macht, so wie ein guter Sportler, gern Purzelbäume und Sprünge und führt seiner Begleitung seine Sperenzchen vor. Schweiß in Strömen, großes Gekeuche, und der ganze Leib von Algen bedeckt, die bis zu einem halben Meter lang sind. Erschöpft von der Auf- und Ab- und Hin- und Herspringerei ließ er sich in den Schlaf fallen.

Und plötzlich blies der große Sommerwind Meltemi, der sich erhoben hatte, die riesige Algenmatratze hoch zum Himmel hinauf. Und mit ihr zusammen auch den Wahrhaftigen.“ (Paul Efmorfidis)

Mit diesem Auszug aus unserem Buch „Griechische Einladung in die Ägäis“ habe ich meine kleinen Zuhörer einer dritten Klasse in den Räumlichkeiten von Coco-Mat in Berlin zum Träumen und Kreativsein verholfen. Paul Efmorfidis ist der Gründer des weltweit erfolgreichen griechischen Unternehmens, das sich auf Matratzen, Betten und Möbel spezialisiert hat. Und er erzählt in seiner Geschichte „Die erste ägäische Matratze“, wie er die Idee zur Unternehmensgründung hatte. Zurück zur Natur! Schlafen auf Matratzen aus Algen und anderen natürlichen Produkten. Anschließend las ich aus meinem bislang noch unveröffentlichten Text „Ägäische Matratzen made in Thrakien“. Hier trafen die begeistert zuhörenden Schülerinnen und Schüler Paul wieder und hörten so einiges über die Produktion in Xanthi und die Zusammensetzung der Coco-Mat-Produkte.

Die Kinder hatten ihren Spaß. Tobten durch die Betten, kuschelten sich in Kissen, lauschten dann gebannt der kleinen Lesung, um in Anschluss ihre eigenen Kissen mit Kautschuk zu befüllen und die Bezüge kreativ zu gestalten. Und sie lernten – ganz nebenbei – aus welchen Materialien „Triton“, das beste Bett der Welt besteht. Der bundesweite Vorlesetag 2016 war nicht nur für die Kinder ein wunderbares Erlebnis.

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Spaghetti Carbonara „greek style“

Zutaten: 

250g Spaghetti, 4 Eier, 2 Hände voll geriebenen griechischen Myzithra-Käse, 80g Parmaschinken, 1 rote Zwiebel, 1 Prise Zimt, 1 Prise geräuchertes Paprikapulver, 1 Prise Koriander, 2 Rosmarinnadeln, Salz, Pfeffer, frisches Basilikum, 4 EL Filótimo!-Olivenöl

Zubereitung:

Die Spaghetti al dente kochen. Währenddessen in einer großen Pfanne die klein gehackte Zwiebel im Olivenöl anschwitzen. Den Parmaschinken in feine Streifen zugeben und Zimt, Koriander, Paprikapulver und Rosmarin ebenfalls zufügen. Die Eier in einer Schüssel mit dem Großteil des Käse verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Spaghetti hinzufügen und mit der Käse-Ei-Masse übergießen. Kräftig durchrühren, ein paar Blätter Basilikum untermengen und auf Tellern anrichten. Mit grobem Pfeffer, dem restlichen geriebenen Käse und einigen Blättern Basilikum dekorieren.

 Tipp:

Dazu passt ein trockener Rotwein aus Nemea!

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Greece meets german Herbst

Gedanklich noch in Griechenland, finden sich in Deutschland bereits die ersten herbstlichen Leckereien. Frische Pfifferlinge zum Beispiel. Also, warum nicht mal einen wunderbar herbstlichen Salat kreieren…

Zutaten:

1 kleiner Romanasalat, 100g Pfifferlinge, 50g Roastbeef (5 Scheiben), 6 EL Filótimo!-Olivenöl, 1 rote Zwiebel, 50g Walnüsse, Salz, Pfeffer, Zitronenpfeffer, 1 EL griechischer Balsamessig mit Honig, 1 EL Honig-Senf-Sauce, 50g arabische Würzbutter nach Alfons Schubeck, 1 Prise Oregano oder von Theodoros am Vulkan von Methana handgepflückte), getrocknet und fein gerebelt. [Tipp: Theodoros verkauft in seinem kleinen Laden, der zu seiner Vulkantaverne „Oinotherapefteirio Hfaisteio – Weinsanatorium Vulkan“ in Kameni Hora auf Methana, Oregano bündelweise.

Zubereitung:

Den Salat waschen, trocknen und in schmale Streifen schneiden. Die Pfifferlinge entweder im Wald suchen, oder aber einkaufen. Anschließend putzen und zusammen mit der sehr fein gehackten roten Zwiebel in Alfons Schuhbecks arabischer Gewürzbutter ca. 10 Min. anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Während die Pilze in der Pfanne schmoren den Salat in eine Schüssel füllen und das Roastbeef darauf legen. Die Honig-Senf-Sauce darauf verteilen und mit dem Balsamessig übergießen. Sobald die Pilze fertig sind, diese auf den Salat anrichten, die Walnüsse darüber verteilen, den Zitronenpfeffer hinzugeben und mit dem Olivenöl und dem Oregano finalisieren.

Mit einer Scheibe Vollkornbrot und einer Scheibe griechischem Weißbrot servieren.

Dazu passt ein griechischer, roter Retsina.

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Taramakroketten

Am Wochenende fand ich noch ein Töpfchen Tarama (griechische Fischrogenpaste) im Kühlschrank. Als feiner Brotaufstrich und Dip zu frischem Baguette ist es immer eine Bereicherung. Die zarte rosa Farbe ist ansonsten in der Küche doch eher selten vertreten. Ich fragte mich, was sich damit noch alles anstellen ließe. Und ich probierte daraus Kroketten zu fertigen.

Zutaten:

5-6 weiße Zwiebeln, 2 Kartoffeln, 150g Tarama, 100g Mehl, Salz, Pfeffer, Oregano, 4 EL Filótimo!-Olivenöl, Paniermehl zum Panieren. Zum Frittieren: Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Die Zwiebeln sehr fein hacken und die Kartoffeln wie für Reibepfannkuchen mit der Reibe fein reiben. Zwiebeln, Kartoffeln, Tarama, Mehl und Olivenöl zu einer breiigen Masse verrühren und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Aus der Masse Kroketten formen und diese im Paniermehl wenden. Die Kroketten im heißen Frittierfett oder –öl solange von allen Seiten braten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und heiß servieren.

Tipp:

Dazu passt ein griechischer Bauernsalat und Retsina!

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Willkommen im „Kochblock“

Neben dem Schreiben, ist das Kochen und Experimentieren mit neuen Rezepten mein kleines Hobby. Vielfach wurde ich gefragt, ob ich nicht hin und wieder neue Rezepte veröffentlichen möchte. Das tun wir gemeinsam mit dem Größenwahn-Verlag in meinen Büchern. Und auf diesen Seiten gebe ich euch darüber hinaus einen kleinen Einblick in meine „Rezeptkladde“. Ich freue mich über Rückmeldungen, wie es schmeckt! Und gerne auch darüber, wie euch meine Bücher aus und über Griechenland  gefallen.